Datenflut bedroht Kurort

Eine Datenflut rollt auf Bad Aibling zu. Wenn es nicht gelingt, die Welle des digitalen Mülls zu stoppen, muss die bayrische Kleinstadt evakuiert werden. Einwohner und Kurgäste könnten sonst ersticken. 

Der Bürgermeister hat einen Notfallplan vorgelegt. Er hofft, dass die Katastrophe noch aufzuhalten ist. Sicherheitsexperten nennen diese Hoffnung “übertrieben optimistisch”.

Der Alarm wurde ausgelöst, weil eine Spionageleitung, die völlig überlastet war, geplatzt ist. Sie verbindet den US-amerikanischen Horchposten Bad Aibling, der offiziell längst als stillgelegt gilt, mit der Mangfall-Kaserne der Bundeswehr, die sich ganz in der Nähe befindet.

Dort residiert unter dem Tarnnamen „Fernmeldeweitverkehrsstelle“ eine Schnüffeltruppe des deutschen Bundes-Nachrichtendienstes BND. Gemeinsam mit Lauschern von der amerikanischen NSA kontrolliert sie die  privaten und geschäftlichen Telefon- und Internetkontakte zwischen Deutschland und den USA.

Ein Spion, der fieberhaft daran mitarbeitet, das Leck zu schließen, hält den Schaden für irreparabel. „Die Sache ist nicht mehr beherrschbar. Wir haben viel zu viel gesammelt. Sinnvoll auswerten konnte das schon lange keiner mehr.“ Das Kabel habe seit Monaten geglüht. Für Bad Aibling gebe es keine Rettung. Je eher man „das Nest“ aufgebe, desto besser.

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