Schokolade für alle

Der ukrainische Schokoladenkönig Poroschenko zieht im Kampf um die Präsidentschaft alle Register. Er hat seinem Konkurrenten, dem früheren Profiboxer Klitschko, einen Kessel mit heißer Schokolade gezeigt und ihm zugeraunt, wer darin untergehe, sterbe einen süßen Tod.

Klitschko geriet ins Schlottern, zog seine Kandidatur umgehend zurück und erklärte sich zum Fan des Schokoladen-Milliardärs. Er will jetzt mit dessen Erlaubnis nur noch Bürgermeister von Kiew werden.

Poroschenko wies unterdessen sein Wahlkampfteam an, dass jeder Ukrainer bis Mai eine Tafel Schokolade erhalten soll, auf deren Verpackung sein Porträt prangt. Die Beschriftung soll in den Landesteilen unterschiedlich sein. Im Osten wird sie lauten: “Russisch ist meine Lieblingssprache”. Im Westen hingegen: “Braun ist meine Lieblingsfarbe”.

Der Schokoladenkönig hat schon unter allen Fahnen in der Politik gedient, wann immer es seinen klebrigen Geschäften nützlich war. Er gilt jedoch als Intimfeind der Gasprinzessin Timoschenko, die sich ebenfalls um das Präsidentenamt bewirbt.

Gegen sie hat sich Poroschenko eine besonders perfide Strategie ausgedacht. Er lässt das Gerücht streuen, Timoschenko blondiere ihr Haar täglich mit Wasserstoffperoxid. Das habe über die Jahre ihren Verstand getrübt. Sie sei nicht mehr zurechnungsfähig und eine Gefahr für das Land.

30. März 2014

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