Vampire kaufen Gas

Eine Gruppe ukrainischer Oligarchen will das Land vor der Staatspleite retten. Sie folgt dem patriotischen Aufruf des Multimilliardärs Achmetow, wonach “jeder Gewinner des Raubtierkapitalismus” zehn Prozent seines ergaunerten Vermögens spenden soll.

Mit dem Geld kann die Ukraine ihre Schulden im Ausland begleichen. Sie steht vor allem bei Russland in der Kreide. Von dort bezieht sie ihr Erdgas. Die Kredite, die sie dafür aufgenommen hat, müssen in absehbarer Zeit zurückgezahlt werden.

Achmetow schrieb in seinem Appell: “Wir haben das Land wie ein Schwarm Vampire ausgesaugt. Nun dürfen wir es aber nicht sterben lassen. Totes Kapital wirft keinen nennenswerten Gewinn ab.”

Er forderte die Nutznießer der Korruption auf, sich ebenfalls zu beteiligen. Auch kleine Spenden seien hilfreich. Jede Million werde gebraucht.

Übergangs-Premier Jazenjuk fühlte sich angesprochen, wehrte aber ab. Er habe nichts zu verschenken. “Wenn die EU uns haben will, dann soll sie uns auch bezahlen”, sagte er. Umstimmen ließ er sich erst durch eine SMS seiner Ziehmutter, der früheren Regierungschefin Timoschenko.

Die Gasprinzessin schrieb ihm aus der Berliner Charité: “Ich verspreche dir, wir werden uns alles zehnfach zurückholen. Und du weißt, dass ich meine Versprechen immer halte.”

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