NSA fälscht Assange

Der US-Geheimdienst NSA hat auf dem Chaos Computer Congress in Hamburg einen großen Coup gelandet. Er schickte den Teilnehmern eine Videobotschaft von Julian Assange. Sie wurde begeistert aufgenommen.

Allerdings war es nicht der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, der zu den Hackern sprach, sondern ein virtueller Doppelgänger. Die äußere Gestalt stammte von Assange, die verzerrte Stimme jedoch von seinem deutschen Wadenbeißer Daniel Domscheit-Berg.

Die Kunstfigur forderte die jungen Hacker auf, die Geheimdienste zu unterwandern, um nach dem Vorbild von Edward Snowden das Ausmaß und die Techniken der Überwachung zu enthüllen.

Die Videobotschaft wurde absichtlich mehrfach unterbrochen, damit der Eindruck einer echten, von Widersachern vergeblich gestörten Übertragung entstehen konnte.

In der US-Geheimdienstzentrale rieb man sich nach dem gelungenen Auftritt des virtuellen Doubles die Hände. NSA-Chef Keith Alexander sagte im engen Kreis der Eingeweihten: “Nun sollen sie nur kommen. Bei uns sind sie gut aufgehoben. Wir kennen sie alle – besser als sie sich selbst jemals kennen werden.”

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