Klitschko k.o.

Der ukrainische Profiboxer Klitschko hat sich zu Beginn seiner politischen Karriere selbst ein Bein gestellt. Er forderte Präsident Janukowitsch zum Duell, vergaß aber, die Art des Wettkampfes zu bestimmen. Janukowitsch nahm sofort an. Da ihm “die Wahl der Waffen” zufiel, entschied er sich für Eisangeln.

Beide sitzen nun am Ufer und warten, dass der Dnjepr zufriert. Ob sie dann überhaupt etwas fangen, steht dahin. Der Fluss ist viel zu stark mit Industrieabwässern belastet. Fische soll es darin nur noch selten geben.

Klitschko sagt, er habe in bester Absicht gehandelt, um Straßenkämpfe in Kiew zu vermeiden: “Ich wollte einen offenen sportlichen Kampf zwischen zwei Männern. Der Sieger sollte entscheiden, wohin unser Land geht. Ich bin für den Westen, er ist für den Osten. Aber wenn er gewonnen hätte, wären wir eben nach Osten gegangen. Friedlich und ohne zu murren.”

Natürlich habe er mit seiner Herausforderung zum Duell einen Boxkampf gemeint. Er verstehe nicht, wieso das jetzt “so falsch ausgelegt” werde.

Bundeskanzlerin Merkel will Klitschko zum nächsten Präsidenten der Ukraine wählen lassen. Sie rief ihn an und sparte nicht mit Ratschlägen. Er solle sich ein Beispiel an ihr nehmen: “Am besten du redest nur, wenn du gefragt wirst. Und auch dann sagst du am besten gar nichts.”