Meteorit zerstört BER

Sperenberg setzt trotzdem auf Olympia

Der künftige Hauptstadtflughafen ist in der Nacht von einem Meteoriten getroffen und dabei komplett zerstört worden. Niemand wurde verletzt. Dort, wo sich bislang die wegen Brandschutzmängeln nicht einsatzfähige Haupthalle des neuen Airports befand, klafft nun aber ein dreißig Meter tiefer und 350 Meter breiter Krater.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn teilte dennoch mit, er wolle am geplanten BER-Probebetrieb festhalten. Wer Zweifel daran habe, dem fehle offenkundig der unternehmerische Gestaltungswille, so Mehdorn. Der Meteorit werde sich dereinst als Geschenk des Himmels erweisen.

Der geschäftsführende BER-Aufsichtsratsvorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), sprach von wieder einmal unerwarteten Schwierigkeiten. Inwieweit sich das kosmische Ereignis auf den BER-Eröffnungstermin auswirken könnte, wollte Wowereit nicht sagen. Die Nennung eines neuen konkreten Eröffnungstermins habe er schließlich stets abgelehnt. Auch sei es nicht angebracht, nun über eventuell weiter steigende Kosten zu spekulieren.

Ein anderes Mitglied im BER-Aufsichtsrat, das auch Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium ist und namentlich genannt werden wollte, erklärte im Gespräch mit TN: “Dass der neue Flughafen noch in diesem Jahrzehnt an den Start geht, ist so wahrscheinlich wie von einem Meteoriten getroffen zu werden.”

Keinen Grund zur Freude angesichts des neuen Rückschlags in Sachen Hauptstadtairport sieht man in der brandenburgischen Gemeinde Sperenberg, die von den beiden Flughafenexperten Eberhard Diepgen (CDU) und Manfred Stolpe (SPD) einst als Flughafenstandort ausgeschlossen wurde.

Mehrere Mitglieder im Sperenberger Stadtrat teilten auf Anfrage mit, man stehe nicht als BER-Ausweichstandort zur Verfügung. Man habe mit der geplanten Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 ohnehin alle Hände voll zu tun.
@ imatra