Hund belastet Wulff

Ex-Bundespräsident Wulff muss sich in seinem Prozess wegen Vorteilsannahme auf einiges gefasst machen. Die Staatsanwaltschaft will eine Klage nachreichen. Der Vorwurf diesmal: Anstiftung zum Mundraub und Hinterziehung der Hundesteuer. (Wiederholung vom 8. März 2013) 

Stein des Anstoßes ist ein Hund, der früher des Öfteren auf dem Grundstück der Wulffs gesehen wurde. Er soll dort gelebt, sich aber aus den Näpfen fremder Hunde in der Umgebung ernährt haben. Die „Bild-Zeitung“ und der „Spiegel“ berichten gleichlautend, sie hätten beweiskräftige Fotos. Zu sehen sei, wie Wulff den Hund streichle, aber auch wie er ihn zum Fressen auf ein Nachbargrundstück treibe.

Wulff spricht von Fälschungen. Er kenne den Hund gar nicht. Insider halten eine Manipulation durchaus für möglich. Sie wittern eine Verschwörung der Chefredakteure. Diese hätten vor Jahren eine tiefe narzisstische Kränkung erlitten, weil Wulff damals gelegentlich besser frisiert gewesen sei als sie selbst.

„Das wollten sie ihm nicht durchgehen lassen“, erzählt ein unfreiwilliger Zeuge hinter vorgehaltener Hand. Er hat ein Gespräch der Chefredakteure auf dem Herrenklo eines Berliner Nobelrestaurants gehört. Sie hätten sich dort gegenseitig ihr Leid geklagt und am Ende beschlossen: „Den Wulff machen wir fertig.“