Verschwörung gegen Hertha

In Berlin ist ein Komplott gegen Hertha BSC ruchbar geworden. Die Verschwörer wollten verhindern, dass die Fußball-Mannschaft wieder in die erste Bundesliga aufsteigt und die Hauptstadt auch dort der Lächerlichkeit preisgibt. 

Torjäger Ronny sollte ins Ausland gehen, und der Rest der Mannschaft sollte auf den Klassenerhalt eingeschworen werden. Beides ist missglückt. Ein Beteiligter, der anonym bleiben will, sagte den TN: „Wir waren froh, Hertha in der zweiten Liga zu wissen. Da schaut ja kaum jemand hin.“

Aber nun stelle man sich vor, „wie diese Stolpertruppe wieder vor laufenden Kameras durch die Stadien zieht und Berlin Woche für Woche zum Gespött der Republik macht.“ Das sei für viele unerträglich, die sich dem Wohl der Stadt verpflichtet fühlten.

Sie hätten noch nicht ganz aufgegeben. Jetzt wollten sie mit der Deutschen Bahn sprechen. Deren Vorstand müsse klar sagen, ob er es für opportun halte, „die Fahrpreise zu erhöhen, um eine so miese Fußballmannschaft zu sponsern.“

Der Gewährsmann deutete an, dass hohe Politiker der Stadt in die Verschwörung verwickelt sind. Ob der Regierende Bürgermeister Wowereit und Innensenator Henkel dazugehören, ließ er offen. Die euphorischen Glückwünsche der beiden zum Wiederaufstieg der Hertha quittierte er mit den Worten, auch Fan-Stimmen seien halt Wählerstimmen.