Gabriel stoppt Panzer-Deal

Wirtschaftsminister Gabriel hat im Alleingang den Verkauf deutscher Panzer an das Wüsten-Emirat Katar verboten. Er weckte damit Zweifel an seinem politischen Weitblick.

“Man darf diesen Tyrannen-Staat nicht aufrüsten, der in der ganzen arabischen Welt den Terror bezahlt”, dozierte Gabriel auf einer Pressekonferenz in Berlin. Katar müsse die Unterstützung der Hamas im Gaza-Steifen ebenso beenden wie die für den “Islamischen Staat” im Irak und Syrien. “Vorher bekommt der Emir von mir keine einzige deutsche Panzerkette mehr. Und wenn er auf Knien darum bittet.”

Kanzleramtschef Altmaier fiel die undankbare Aufgabe zu, Gabriel zurückzupfeifen. In einem Gespräch unter vier Augen erinnerte er den Minister an die vielen Milliarden, die der “Tyrannen-Staat” in deutsche Großkonzerne gesteckt habe. Darüber müsse man doch sehr froh sein. Und dann sei da noch das Erdgas unter dem Wüstenstaat, das Deutschland helfen könne, sich von Russland unabhängig zu machen.

Aber Gabriel war nicht so leicht zu knacken: “Was, bitte, ist mit den Sicherheitsinteressen Israels? Gehören sie zur deutschen Staatsräson oder nicht?”

“Unbedingt”, so Altmaier. ”Ja, wie jetzt?”, fragte Gabriel nach. Altmaier seufzte. Dann entschloss er sich zu dem salomonischen Satz: “Das Recht, sich zu verteidigen, kann ein Land doch nur dann erkennbar glaubhaft real wahrnehmen, wenn da auch jemand ist, den man halbwegs erkennbar glaubhaft als Gegner bezeichnen kann.”

Darüber dachte Gabriel lange nach. Schließlich wurde ihm klar, dass er sich in bester Absicht völlig verrannt hatte.

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